Offener Brief an Thomas Geisel

Die Junge Union wendet sich am heutigen Tage mit einem offenen Brief an Thomas Geisel:

Düsseldorf, den 21.04.2015

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Düsseldorf ist eine rasant wachsende Stadt, die Einwohnerzahlen gehen mittlerweile über die 600.000. Damit verbunden ist auch eine steigende Anzahl an schulpflichtigen Kindern. Besonders akut ist der Mangel an Gymnasien im Stadtgebiet.
Eine Vielzahl an Gymnasien ist bereits über die Kapazitätsgrenze belegt, Schulklassen quellen über, eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist kaum noch möglich.
Etwa 50 angehende Schülerinnen und Schüler haben zu Schulbeginn im kommenden August noch kein Gymnasium gefunden, das sie aufnähme.
Währenddessen ist der Stadtbezirk 8 mit etwa 58.000 Einwohnern neben dem mit etwa 24.200 Einwohnern kleineren Stadtbezirk 10 der einzige Bezirk in Düsseldorf, der den dort wohnenden Schülerinnen und Schülern kein Gymnasium als Schulform bieten kann (Zahlen: Amt für Statistik und Wahlen, 31.12.2013).
Das ist bei etwa 9.000 Gymnasialschülern der Sekundarstufe I als gesamtstädtisch gesehen größte Schulformbesuchsgruppe ein Zeugnis schlechter Stadtplanung (Zahlen: 3. Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 2012).

Wir als einzige örtliche politische Jugendorganisation fordern daher die Einrichtung eines Gymnasiums im Stadtbezirk 8.

Als Standort bietet sich dabei das ehemals von der Lore-Lorentz-Schule genutzte und mittlerweile unbebaute Gelände an der Heidelberger Straße in Eller an. Hier sind nach unserer Auffassung genügend räumliche Kapazitäten vorhanden, um mit der Errichtung von Neubauten Schülerinnen und Schülern im Stadtbezirk 8 ein den Bedarfszahlen entsprechendes Gymnasium zu bieten: Die Schule würde sich in unmittelbarer Nähe zur
S-Bahnlinie S6 befinden, eine Anbindung über Bus und Straßenbahn wäre über die geringe Entfernung zum Zentralbahnhof Vennhauser Allee gewährleistet. Die Nähe zum Park bietet Gelegenheit zur Erholung und zu freizeitlichen Aktivitäten.

Für den dort geplanten Skaterpark bieten sich indes andere Standorte an, wie etwa neben dem gegenüber befindlichen Wasserspielplatz am Eller Schloss oder in benachbarten Stadtbezirken auf bereits diskutierten und für pauschal geeignet erachteten Plätzen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unserem Impuls nachgingen und – gemäß Ihrem Wahlprogramm – für eine Stärkung der Stadtteile durch die Einrichtung eines Gymnasiums in Eller einträten.

Mit freundlichem Gruß

gez.
Marc Dratwa
Stadtbezirksvorsitzender

Offener Brief an Thomas Geisel

« Junge Union verleiht Marc Dratwa die Ehrennadel der JU Deutschlands Sommerfest der Jungen Union im Stadtbezirk 8 »