Das Elleraner Schloss ist ein Schloss der ungenutzten Möglichkeiten.

Das Elleraner Schloss gilt mit seinem zu damaliger Zeit von Prinzessin Luise von Preußen bewohnten Herrenhaus, der wasserburgähnlichen Ausgestaltung und einem weitläufigen Park als Augenweide unter den Schloss- und Burganlagen in der Landeshauptstadt und Umgebung.
Leider wird dieser gesamtstädtischen Sehenswürdigkeit zu wenig Beachtung geschenkt. Das hat unter anderem mit der schlechten Anbindung der Schlossanlage mit dem Ortskern von Eller zu tun. JU-Stadtbezirksvorsitzender und gebürtiger Elleraner Marc Dratwa erläutert hierzu: „Schloss Eller ist eine Perle, die sich - gut versteckt in einem Randbezirk von Eller - die letzten Jahrzehnte erfolgreich um eine größere Bekanntheit gedrückt hat. Es ist das Schloss der ungenutzten Möglichkeiten. Stadtplanerisch war es äußerst ungünstig, das Schloss durch Anlage eines Autobahnzubringers, der Heidelberger Straße, räumlich abzutrennen. Aus der Entfernung lässt sich die Präsenz einer wasserburgähnlichen Schlossanlage kaum vermuten. Mangels überregionaler Bekanntheit, die obige Faktoren zumindest partiell kompensieren könnte, besteht für Schloss Eller kein Entfaltungspotential.“

Das möchte die Junge Union im Stadtbezirk 8 ändern. Sie hat deswegen ein Rahmenkonzept zur räumlichen Anbindung des Eller Schlosses an den Ortskern von Eller entwickelt:
Es sieht die Umwandlung der Schlossallee, dem von der Gumbertstraße an dem Zentralbahnhof Vennhauser Allee und der Schlosskirche entlangführenden Zuweg, in eine Fußgängerzone vor. Busse sollen an den linken und rechten Randspuren nach Benrather Vorbild weiter entlangfahren können. Die räumliche Separation durch die Heidelberger Straße wird durch Anlage einer Fußgängerunterführung nach dem Vorbild des Düsseldorfer Hofgartens überwunden.
„Die Schaffung von Ladenlokalen auf der neu zu errichtenden Fußgängerzone Schlossallee stellt einen Anreiz dar, den Weg zum Schloss zu beschreiten“, so Dratwa zu marketingtechnischen Aspekten. „Eine diesbezügliche Analyse wird zeigen, inwiefern die genaue Ausgestaltung erfolgen sollte.“

JU-Bezirksvertreter Jens Barkemeyer bringt dazu auch die Anlage von Hinweisschildern im Ortskern von Eller und Umgebung ins Spiel, die die Schlossanlage intensiv bewerben sollen: „Zur Steigerung der überregionalen Bekanntheit und Entfaltung des touristischen Potentials von Schloss Eller sollte die Anbringung einer Hinweisbeschilderung auf der angrenzenden Autobahn A46 nach Gerresheimer Vorbild erfolgen.“

Veröffentlicht auf der Stadtteiletitelseite der Rheinischen Post v. 13.10.2015

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